I Got Eyes – The James Hunter Six

Nach fünf umjubelten Alben veröffentlicht James Hunter, längst eine feste Größe in der Welt des Rhythm and Soul, sein neues Werk. „Whatever It Takes“ erscheint am 2. Februar 2018 beim renommierten New Yorker Label Daptone Records. Zusammen mit Bosco Mann, Produzent und Mitbegründer von Daptone, hat Hunter zehn neue Songs aufgenommen, die noch ergreifender und fesselnder als seine vorherigen Platten sind. „Whatever It Takes“ haben The James Hunter Six und Bosco Mann in Daptones Penrose Studios in Riverside, Kalifornien direkt auf Band aufgenommen. Interviews und Bilder sind auf Anfrage verfügbar.

American Songwriter Magazine präsentierte die Weltpremiere der Single „I Got Eyes“ vom neuen Album. James Hunter sagt über den Song: „Auf dem Papier ist er ein ziemlich klares Liebeslied, aber eigentlich geht es eher darum, welche hohen Töne ich erreichen kann. Einige der Fadeouts erinnern mich an die Nachtclub-Szene in John Boormanns ‚Point Blank’. Da kämpft Lee Marvin mit seinen Gegnern auf dem Parkett, bestimmt das erste Mal in der Geschichte Hollywoods. Wir haben uns die Bläser-Arrangements auf Tour ausgedacht, in einer Holzhütte in Leavenworth, Washington. Wir hatten einen freien Tag, den wir auch für das Arrangement brauchten, bevor wir den Song aufnehmen konnten. Und weil wir eingeschneit waren, konnten wir eh nichts anderes machen“.

 

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The James Hunter Six – Whatever It Takes

Dass Hunter nicht nur als Soul-Sänger, sondern auch als unermüdlicher Texter brillieren kann, beweisen seine fesselnden und intensiven Eigenkompositionen auf „Whatever It Takes“. Das Album beginnt mit „I Don’t Wanna Be Without You“. Das Saxophon reißt die Hörer am Kragen in die Musik und trägt sie über die wellenden Rumba-Grooves des Songs. Hunters Gesang säuselt sich ins Ohr, während die Orgel kokett aufblitzt. James Hunter hat die Eleganz und das Selbstbewusstsein eines erfahrenen Songwriters, der sein Handwerk wie kein anderer beherrscht. Mühelos erzeugt er eine unnachahmliche Intimität, die sich perfekt an die Melodien, Harmonien und Rhythmen anschmiegt. Mit seiner überwältigend zärtlichen Stimme pflückt er Worte wie Trauben und füttert die Hörer damit wie ein romantischer Liebhaber.

Stimmung und Tempo beschleunigen sich beim selbstbewussten Titelstück immer mehr, danach verschaffen sich die Drums auf dem vollkehligen „I Got Eyes“ ihren Platz im Groove. Hier und da wird Hunter von verschwörerischen Background-Sängerinnen angestachelt, die hin- und herschweben und süße Harmonien servieren.

Mit einem „Mm-hmm“ schlägt die Stimmung plötzlich um und wird zärtlich. Mit Reue erfüllte Textzeilen lösen sich in grazile Wolken vor tanzenden Rhythmen auf. Der Refrain braucht keine Worte, um sein schmerzhaftes Unglücks zu zeichnen, wenn ein eloquentes Brummen doch so viel mehr aussagt. Dann ein Knall: „Blisters“ ist eine Instrumental-Zigarette zum Entspannen, bevor die Platte gewendet werden muss. An der Gitarre ist Hunter furchtlos und schnitzt seinen Namen in die musikalische Baumrinde eines Shuffles von Freddie King.

Atempause. Dann Seite 2. „A tender word too few, came a half a day too late…“: „I Should’ve Spoke Up“ prasselt auf den regennassen Asphalt, verloren wie süße, sanfte, sentimentale Tränen im Regen der Reue. Dann kommen die Standpauken: „Show Her“ mit seinem ostinaten Bass, Schlagzeug und Orgel, kratzt sich in die Gehörgänge. Die frenetische Lehrstunde „Don’t Let Pride Take You For A Ride“ zerbirst regelrecht während des letzten warnenden Refrains. „How Long“ ist eine sommerabendliche Erzählung auf der Veranda, unterstützt von Gospel-Harmonien und Fußstampfern. Der Abschied gelingt Hunter so gut wie der Auftritt: „It Was Gonna Be You“ besitzt einee liebevolle Schlichtheit und Ehrlichkeit, die im Kontrast zum schrulligen TomTom-Beat des Songs steht.

„Whatever It Takes“ versammelt keine Klischees über Untreue, schnelle Verführungen und heimliche Liebschaften. James Hunter geht es um grundlegende Dinge wie wahre Liebe, Treue, Hingabe, Bescheidenheit und die Reue, die jeden befällt, der Liebe für etwas Selbstverständliches hält. Er singt über die neue Frau an seiner Seite, die jeden Weg mit ihm gehen soll – whatever it takes.

 

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